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URBANPORT

Düsseldorf

Zwischen den Zwillingstürmen des Hyatt und den beiden Wohntürmen des Projekts Win Win füllt der UrbanPort an der Speditionsstraße die letzte prominente Lücke – mit einem innen wie außen lebendigen Ensemble. Sensibel bettet es sich in den Stadtraum ein und berücksichtigt auch die vorgegebenen fußläufigen Verbindungen von der Straße zum Hafenbecken. Die zentrale Durchwegung ist der Art-Parcours, ein halb-öffentlicher Raum, der als Ausstellungsfläche unter freiem Himmel geplant ist.

Auf der Hafenseite gibt der UrbanPort der Stadt eine attraktive Fläche am Wasser zurück. Dafür wird die für die Tiefgarage und die Haustechnik nötige Unterbauung des Geländes nach vorne ans Wasser gezogen. Unmittelbar am Holzdeck der alten Hafenkranbahn andockend, enthält diese eingeschobene „Schublade“ öffentliche Nutzungen. Mit zwei seitlichen Treppenanlagen an die darüber liegende Erdgeschoss-Terrasse des UrbanPort angebunden, ist hier Raum für Gastronomie sowie die Art-Box, einen urbanen Ausstellungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Dieser gesamte Bereich besitzt einen Hochwasserschutz aus kippbaren Stahltoren, die aufgeklappt als Sonnenschutz dienen. So entsteht eine spannende Ergänzung zur Promenade – und eine deutliche Belebung des Hafens, auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten.

Standort:

Düsseldorf

Jahr:

Februar 2020 - September 2021

BGF:

ca. 13.300,00m² oberirdisch 

Leistungsphasen:

Wettbewerb

Bauherr:

Sassenscheidt GmbH

 
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Lageplan

 
 

Die Nutzungen - Verzahnte Vielfalt


Der UrbanPort ist ein Hafen für das moderne, digitale Leben und Arbeiten. Start-ups und Einzelkämpfer, digitale Nomaden, Projektarbeiter und Freelancer finden hier Flächen und Rückzugsorte für ihre Kreativität und – damit vernetzt und verwoben – auch Wohnraum unter Gleichgesinnten. Dabei sind zwei Drittel des Gebäudes für Büros und Arbeitswelten und ein Drittel für innovative Wohnformen konzipiert, letztere allesamt auf der Wasserseite.

 
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Die Freiraum- und Mobilitätsplanung - Für alle gut angebunden


Der Freiraum des Projekts wird als urbane Plattform am Hafenbecken verstanden, mit zwei Terrassenbereichen und eleganten Treppenabgängen, jeweils aus Holz. Rampen sorgen für Barrierefreiheit. Auf den Dachflächen und Kuben sind leichtintensive und intensive Dachbegrünungen mit einem eher wilden, abwechslungsreichen Pflanzbild aus Gräsern, Stauden und Sträuchern vorgesehen, die sich gut in die hafentypische Ruderalvegetation einfügen. Zur Straße hin begrünen Kletterpflanzen Teile der Fassade. In puncto Mobilität wird aus ökologischen Gründen und wegen der innenstädtischen Lage auf multimodale Ansätze abseits des individuellen Pkw gesetzt. So ergänzen neben der guten Anbindung an den ÖPNV ein Angebot von Sharing-Fahrzeugen sowie umfangreiche Abstell- und Lademöglichkeiten für E-Roller und E-Lastenräder das Konzept. Niederschwellige kostenlose Fahrradreparatur- Angebote sowie qualitätsvoll gestaltete, sichere Fahrradstellplätze sind in der Tiefgarage über eine großzügig dimensionierte Rampe erreichbar. So hebt das Konzept auf das Mobilitätsverhalten junger Menschen ab, die gerade im urbanen Kontext das Fahrrad bevorzugen.

 
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Das Nachhaltigkeitskonzept - Auf lange Sicht durchdacht


Moderne Konzepte für die Nachhaltigkeit von Gebäuden gehen über ihren Lebenszyklus längst hinaus. So verfolgen wir beim UrbanPort unter anderem den „Buildings as material banks“-Ansatz. Darin werden alle Baustoffe in puncto Reinheit und Volumina erfasst und dokumentiert, um eine optimale Wiederverwendung nach dem Rückbau zu ermöglichen. Desweiteren soll ein hoher Anteil von Recycling-Beton verwendet werden, um schon vorher Ressourcen zu schonen. Ein weiterer wichtiger, CO2-bindender Baustoff ist Holz, das etwa bei den hinterlüfteten Fassaden verwendet wird. Die dort genutzte Seekiefer ist langlebig und trägt durch ihre natürliche Verwitterung zum maritimen Charme bei. Weitere nachhaltige Maßnahmen im UrbanPort: die intensive Dachbegrünung als CO2- und Regenwasserspeicher, die Fassadenbegrünung auf der Straßenseite als natürliche Verschattung – und natürlich die effiziente Energieversorgung, die auf Fernwärme und gegebenenfalls einer reversiblen Wärmepumpe beruht. Nachhaltig im Sinne der Grundstücksausnutzung und der städtischen Nachverdichtung ist außerdem die Option einer späteren Aufstockung des Gebäudes, etwa als Vision für das Jahr 2038.

 
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gemischte Nutzung - Wohnen und Arbeiten in einem Haus kombiniert

 
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